Galerie für Zeitgenössische Kunst
Karl-Tauchnitz-Straße 9-11
D-04107 Leipzig

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Fax 0341 - 140 81 11
Email office@gfzk.de

Öffnungszeiten
Di-Fr 14:00-19:00
Sa-So 12:00-18:00
Jeden Mittwoch freier Eintritt.

Beide Ausstellungshäuser sind barrierefrei.

Öffentliche Führungen
Immer samstags und sonntags
13.00 Uhr und 15.00 Uhr

Eintrittspreise
GfZK-1, GfZK-2: 5€/3€
GfZK-1 + GfZK-2: 8€/4€

Sammlung

 

Fotograf: Sebastian Schröder

Die Sammlung entstand mit der Gründung der GfZK und wächst ständig weiter. In ihrem Bestand spiegelt sich das Interesse an einer selbstverständlichen Integration verschiedener Positionen. Der Brückenschlag zwischen Ost und West, Generationen und künstlerischen Modi schließt ehedem marginalisierte KünstlerInnen aus der DDR genauso ein wie historische und gegenwärtige, nationale und internationale Haltungen.

SAMMLUNGSAUSTELLUNGEN 1998 – 2003:
[Collection 98]
[Collection 99]
[Collection 2000]
Die Sammlung als Labor/ 2002
Die Sammlung als Labor/ 2003

SAMMLUNGSAUSSTELLUNGEN 2007 – 2011:
Von 2007 bis 2011 wurde die Sammlung der GfZK jährlich nach unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten präsentiert. Den Beginn machte die Ausstellung >Deutsche Geschichten<. Die Präsentationen fragen nach der veränderten Ein- und Wertschätzung von Kunst; sie zeichnen Umbrüche sowie Leitlinien im jeweiligen visuellen Parcours nach. Wie und warum gelangt welche Kunst in eine Sammlung? Warum lagert manche Kunst im Depot? Wer bestimmt, was ausgestellt wird? Was wird ausgestellt? Was ist, wenn kaum jemand mehr die Brisanz eines Kunstwerkes in der Vergangenheit nachvollziehen kann? Wie verändert sich mit dem Kontext eines Kunstwerkes dessen Wahrnehmung? Die GfZK versucht, solche Vorgänge transparent zu machen. Absicht der Ausstellungen und des Sammlungskataloges ist es, lebendige Diskussionen vor dem Hintergrund aktueller internationaler und regionaler Debatten anzuregen.

DEUTSCHE GESCHICHTEN. Sammlungsausstellung 2007.
Kabinett – aus der Sammlung 2008.
MusterrÆume. GfZK on tour 2008.
KW – Hommage à Klaus Werner, Sammlungsausstellung 2008.
Kabinett II – aus der Sammlung 2009.
Nichtorte, Orte. Sammlungsausstellung 2009.
Häuser, Gesichter. GfZK on tour 2010/11.
PUZZLE. Die Sammlungsausstellung (inkl. Kabinett III- V) 2010/11.

Luminous. GfZK on tour 2011.
Das ist keine Sammlungsausstellung 2011.

 

RESTAURIERUNG UND KONSERVIERUNG

>Die Konservierungsmaschine <
Inmitten der Sammlungspräsentation der GfZK werden seit 2007 konservatorische Fallbeispiele ausgestellt und diskutiert. ›Die Konservierungsmaschine. Sammlung und Restaurierung‹ erlaubt einen Blick auf den Umgang mit Kunstwerken, der AusstellungsbesucherInnen meist verborgen bleibt. An Beispielen werden Arbeitsabläufe des Museumsbetriebes verständlich gemacht.

Emil Schumacher. Die Konservierungsmaschine. Sammlung und Restaurierung. 2008
Maren Roloff. Die Konservierungsmaschine. Sammlung und Restaurierung 2009
Olaf Nicolai. Die Konservierungsmaschine. Sammlung und Restaurierung. 2010
19.06.2010 – 30.01.2011, GfZK-2
>Labyrinth<, 1998
Plastikbesen auf Metall montiert, Labyrinthgröße ca. 10,50 x 10,50 m
kuratiert von Julia Schäfer und Heidi Stecker in Kooperation mit Sybille Reschke und Angelica Hoffmeister-zur Nedden

Das >Labyrinth< von Olaf Nicolai stand seit 1998 auf dem Gelände der GfZK. Es ist eine Ausstellungskopie; das Original gehört seit 2003 der Flick Collection. Die frei zugängliche Arbeit >Labyrinth< von Olaf Nicolai ist eine Ausstellungskopie und stand bis 2009 auf dem Gelände der GfZK. Das Original hatte 2003 die Flick Collection erworben. Auf Nicolais Wunsch wurde ein Recht auf freie Verfügbarkeit vereinbart, um die Arbeit weiterhin zugänglich zu halten. Das markante Objekt war vor allem bei Kindern sehr beliebt. Es wurde 2009 abgebaut, weil Wetter und Menschen zerstörerisch auf das Material und die Konstruktion eingewirkt hatten. Das „Labyrinth“ soll neu montiert werden.
Neben den impliziten Aspekten – das Labyrinth als menschheitsgeschichtlich altes Symbol und die Aktualität von Migrations- und Erwerbspolitik, reinigen doch mit diesen Besen in Paris vorwiegend MigrantInnen die Straßen –, wird in der Konservierungsmaschine das spezifische Material Plastik als Werkstoff in der zeitgenössischen Kunst untersucht und werden Fragen nach Zerstörung und Selbstzerstörung von Kunstwerken, von Originalität und Rekonstruktion von Kunstwerken aufgeworfen und diskutiert.

Begriffe für den Konservierungsfall
Video: Olaf Nicolai über seine Arbeit >Labyrinth< (1998), 2010

Sarah Sze. Die Konservierungsmaschine. Sammlung und Restaurierung. 2011.