Galerie für Zeitgenössische Kunst
Karl-Tauchnitz-Straße 9-11
D-04107 Leipzig

Büro 0341 - 140 81 0
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Fax 0341 - 140 81 11
Email office@gfzk.de

Öffnungszeiten
Di-Fr 14:00-19:00
Sa-So 12:00-18:00
Jeden Mittwoch freier Eintritt.

Beide Ausstellungshäuser sind barrierefrei.

Öffentliche Führungen
Immer samstags und sonntags
13.00 Uhr und 15.00 Uhr

Eintrittspreise
GfZK-1, GfZK-2: 5€/3€
GfZK-1 + GfZK-2: 8€/4€

Architektur

Fotograf: Wolfgang Thaler, Vorderansicht der GfZK-2

Die GfZK-1

Die GfZK-1 befindet sich in der von Peter Kulka umgebauten und 1998 eröffneten Gründerzeitvilla, die 1999 mit dem Architekturpreis der Stadt Leipzig ausgezeichnet wurde. Peter Kulka nahm bei seinem Umbau weitgehend auf die repräsentative, architektonische Struktur der Villa Rücksicht, straffte diese, behielt die Raumfolgen bei und erweiterte diese um Durchblicke und Sichtachsen im Inneren. Die Räume selbst sind klar gestaltet, die architektonischen Details reduziert, bis auf drei Räume [Salon Credner, Salon Herfurth, Café] wurde die Villa entkernt. Innen folgte Kulkas Gebäude dem Konzept des White Cubes. Er schuf Räume, die die volle Konzentration auf Kunst und deren ästhetische Qualitäten ermöglichen sollen. Der Anbau von Kulka setzt sich kontrastreich vom Jahrhundertwendebau ab.

Die GfZK-2

Die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig erhielt ein ca. 1000 qm großes Ausstellungsgebäude, mit dem das im Musikviertel am Clara-Zetkin-Park gelegene Ensemble der GfZK-1 und der Nebengebäude ergänzt wurde. Entstanden ist ein Gebäude, das sich an der Schnittstelle zwischen Museumsarchitektur und spezifischer Ausstellungsarchitektur positioniert. Die Konzeption des Projektes für die GfZK Leipzig basierte auf der Frage nach der räumlichen Entsprechung einer auf mehreren gleichzeitigen Ebenen angesiedelten Arbeitsform, in der diese unterschiedlichen Arbeitsebenen immer wieder in neue Verbindungen gebracht werden können. In einer engen Zusammenarbeit zwischen der GfZK und as-if berlinwien wurden seit Anfang 2002 die architektonischen Parameter dafür konzipiert und innerhalb des zur Verfügung gestellten Budgets von 2,5 Mio. Euro umgesetzt.

Gebäudedaten: Bruttogeschossfläche: 1000 qm
Planungs- und Bauzeit: 2002 – 2004
Baukosten: 2,5 Mio. – brutto inkl. Nebenkosten
as-if berlinwien: Paul Grundei, Stephanie Kaindl, Christian Teckert
Mitarbeit: Claudia Heger, Michael Montag

Fotograf: Wolfgang Thaler, Foyer der GfZK-2

Räume des Verhandelns/Negotiating Spaces. as-if berlin wien, Jovis Verlag, Paul Grundei, GfZK-2, Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK), Leipzig

Ende 2010 ist das Buch „Räume des Verhandelns/Negotiating Spaces“, herausgegeben von Paul Grundei, Stephanie Kaindl, Christian Teckert und Barbara Steiner im Jovis Verlag, Berlin, erschienen. Entworfen von as-if berlinwien und fertig gestellt 2004, ermöglicht das Gebäude der GfZK-2 durch die Veränderbarkeit der Innenraum-Konfiguration Dialoge, Konfrontationen und Verhandlungen zwischen kuratorischer und künstlerischer Praxis und dem architektonischen Raum. Das Buch stellt die verschiedenen Formen der Bespielung des Gebäudes, des Reorganisierens der Raumstruktur in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Ausgangspunkt sind die verschiedenen kuratorischen und künstlerischen Nutzungen, die im Zeitraum von fünf Jahren zu sehen waren. Ausstellungskonzepte und Ausstellungen von KuratorInnen und KünstlerInnen werden entlang der Baugeschichte vorgestellt, ergänzt von Aufsätzen, die dem performativen bzw. prozessualen Konzept des architektonischen Raumes nachgehen. Beiträge zu Planung und Konstruktion liefern einen Einblick in den Ablauf des Bauens. Das Buch kostet in der GfZK 25 Euro. Es ist in englischer Sprache erschienen und enthält auch Texte in Deutsch.

AutorInnen: Arnold Bartetzky, BLESS, Monica Bonvicini, Josef Dabernig, Jan Dinnebier, Angelika Fitz, Paul Grundei, Bernd Hullmann, Stephanie Kaindl, Ilina Koralova, Anita Leisz, Via Lewandowsky, Dorit Margreiter, Anna Meyer, Muntean/Rosenblum, Olaf Nicolai, Julia Schäfer, Tilo Schulz, Manuel Sedeno, Andreas Spiegl, Barbara Steiner, Christian Teckert, Gerd Thieroff, Sofie Thorsen, Jun Yang.

Texte:
GFZK-2 – Agenda und Rahmenbedingungen, Text von AS-IF
>Architektur als Akteur im Prozess der Verhandlung< Arnold Bartetzky (Journalist) im Gespräch mit Barbara Steiner und AS-IF Architekten
Gestaltung des Eingangsbereiches der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK-2) durch die Künstlerinnengruppe BLESS, Text von Barbara Steiner