Galerie für Zeitgenössische Kunst
Karl-Tauchnitz-Straße 9-11
D-04107 Leipzig

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Öffnungszeiten
Di-Fr 14:00-19:00
Sa-So 12:00-18:00
Jeden Mittwoch freier Eintritt.

Beide Ausstellungshäuser sind barrierefrei.

Öffentliche Führungen
Immer samstags und sonntags
13.00 Uhr und 15.00 Uhr

Eintrittspreise
GfZK-1, GfZK-2: 5€/3€
GfZK-1 + GfZK-2: 8€/4€

Helga Paris. Fotografie

Eine Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), Stuttgart
www.ifa.de

Konzept und Auswahl: Inka Schube in Zusammenarbeit mit Helga Paris.

08.12.2012 – 27.01.2013, GfZK-2

http://www.youtube.com/watch?v=oCF0Ai5YPI8

Am Freitag, dem 25.1.2013, 15 Uhr, führt die Künstlerin Helga Paris selbst durch ihre Ausstellung.

Premiere der monografischen Tourneeausstellung von Helga Paris des Instituts für Auslandsbeziehungen in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig.

Helga Paris, geboren 1938, nimmt in der deutschen Fotografie eine herausragende Rolle ein. Sie ist die Chronistin des langen ostdeutschen Nachkriegs. Über mehr als drei Jahrzehnte richtet sich ihr Blick auf die Menschen, die hier leben. Das Interesse und die Sympathie der Fotografin, die einer Arbeiterfamilie entstammt, gehören dem proletarischen Milieu der Großstadt: der herben, fast surrealen Schönheit der vom Krieg gezeichneten, ehemals bürgerlichen, nun proletarischen Straßenzüge und ihren Bewohnern. Die Fotografien der nun in der Galerie für Zeitgenössischen Kunst gezeigten Ausstellung berichten von der melancholischen Vitalität Ostberliner Eckkneipen und der poetischen Tristesse Altberliner Straßenzüge der 1970er Jahre. Man begegnet Müllfahrern, eigenwillig wütenden, aber besonnenen Jugendlichen und stolzen Textilarbeiterinnen. Man bereist Polen, Georgien und Siebenbürgen und durchwandert die mitteldeutsche Industriestadt Halle.
Ihre empathischen Bilder verlassen den formellen Rahmen einer “Sozialstudie” bei Weitem. Paris arbeitet in jedem einzelnen Porträt die ganz besondere Persönlichkeit des Gegenübers heraus und verleiht damit den Individuen hinter ihren sozialen und gesellschaftlichen Rollen das menschlich Einzigartige.
Nach dem Fall der Berliner Mauer begann für die Fotografin eine Phase der intensiven Auseinandersetzung mit eigenen, frühen Kriegs- und Nachkriegserfahrungen – auch diese Werkgruppen werden in der Ausstellung vorgestellt.
Helga Paris arbeitete, bis auf wenige Ausnahmen, ausschließlich im Eigenauftrag. Ein Markt für Bilder dieser Art existierte in der DDR nicht. Dennoch war ihr Werk schon zu DDR-Zeiten außerordentlich populär. Dank ihrer besonderen Fähigkeit, vernachlässigte Straßenzüge und verfallende Häuser mit der gleichen mitfühlenden und zärtlichen Strenge zu fotografieren, wie Kneipenbesucher und spielende Kinder, gab und gibt Paris den Menschen und Dingen eine besondere Würde.
Helga Paris ist Mitglied der Akademie der Künste und wurde mit dem Hannah-Höch-Preis der Berlinischen Galerie ausgezeichnet.

Mit dieser bisher umfangreichsten Ausstellung und der sie begleitenden Publikation knüpft das ifa an die 2004 im Sprengel Museum Hannover gezeigte Präsentation und die aus diesem Anlass erschienene Monographie an.

Helga Paris. Fotografie.
Ausstellung: 8.12.2012 – 27.1.2013, GfZK-2
Karl-Tauchnitz-Straße 9–11
D-04107 Leipzig, www.gfzk-leipzig.de
T: +49 341 140 81-0,-26 (Kasse)

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, “Fotografie”, Stuttgart: Institut für Auslandsbeziehungen, 2012. – 208 S. – dt. / engl. Konzeption: Inka Schube, Texte: Inka Schube, Helga Paris.

Nach den Ausstellungen Sibylle Bergemann. Photographien, Barbara Klemm. Helldunkel. Fotografien aus Deutschland und Arno Fischer. Fotografie setzt das ifa seine monografische Reihe zu deutschen Fotografinnen und Fotografen fort. Die Ausstellung Helga Paris. Fotografie ist die vierte in dieser Reihe. Die vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) konzipierte Ausstellung hat in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig Premiere und wird anschließend auf Welttournee gehen. Erste Auslandsstation ist Georgien.

Über das ifa
Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) ist die älteste Mittlerorganisation für Auswärtige Kulturpolitik Deutschlands. Es wird gefördert durch das Auswärtige Amt, das Land Baden- Württemberg und die Landeshauptstadt Stuttgart. Als führende deutsche Institution im internationalen Kunstaustausch konzipiert und organisiert es auf allen Kontinenten Ausstellungen deutscher Kunst und initiiert somit die interkulturelle Diskussion und bereichert den Kunstdiskurs. Es fördert Ausstellungsprojekte und vergibt Stipendien; in den ifa-Galerien Stuttgart und Berlin werden Kunst, Architektur und Design aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa präsentiert.

Pressekontakt ifa
Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Miriam Kahrmann, Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart, Tel. +49.711.2225.105, kahrmann@ifa.de, www.ifa.de

Abbildungen
Pressemitteilung Helga Paris, GFZK

Ausstellungen

Sonntag, 9. Dezember, 2012